Zuallererst müssen wir herausfinden, wovor wir eigentlich genau Angst haben. Oft sind unsere Ängste diffus und wir können sie nicht sofort klar einordnen.
Aus diesem Grund ist der erste Schritt, sich immer zu fragen, wovor man genau Angst hat.Ängste Beispiele:• Angst, einen Autounfall haben zu können
• Angst, depressiv zu werden
• Angst, eine bestimmte Krankheit zu bekommen
• Angst, betrogen zu werden
• Angst, die Ängste nicht mehr loszuwerden
• Angst, den Job zu verlieren
• Angst, verklagt zu werden
• Angst, das Handy zu verlieren
• Angst, den Zug zu verpassen
• Angst, nie den richtigen Job zu finden
• Angst, die Angst nicht auszuhaltenUm deine Ängste zu identifizieren, kannst du dir folgende Fragen stellen:• „Was ist meine größte Angst?“
• „Was darf auf gar keinen Fall passieren?“
• „Was wäre das Schlimmste, das passieren
könnte?“
Es gibt eine Sache, die du über Ängste wissen solltest.
Angst ist immer eine Kombination aus 2 Ängsten. Die
offensichtliche Angst ist die Angst, wovor du glaubst,
Angst zu haben.
Diese hast du auf der letzten Seite bereits erarbeitet und wahrscheinlich erkannt, dass sich diese Ängste auf fast alles beziehen können.
Diese Angst ist aber nicht die Angst, die wirklich zählt. Ja, ich behaupte sogar, dass niemand wirklich Angst vor den vorhin genannten Ängsten hat. Klingt fast schon verrückt, oder?
Vielleicht wirst du jetzt einwenden:
„Ich habe doch Angst, meine Ängste nie wieder wegzubekommen?“
Und ja, theoretisch stimmt das auch – aber nur fast. Aber jede der vorhin genannten Ängste verbindest du mit einer der 3 Urängste. Das ist die sogenannte Folgeangst.
Diese Angst ist die Wurzel. Sie ist das, wovor dich dein Nervensystem beschützen will. Es sind Folgen, die für deine körperliche-, seelische- oder soziale Gesundheit bedrohlich sein könnten.
Darum teilen sich die Folgeängste in 3 Kategorien auf.
Folgeängste:Folgeangst #1: Die Angst vor dem Tod
Die Angst, physisch zu sterben.------------------------------------------------------------------Folgeangst #2: Die Angst vor psychischem Leid
Die Angst, das Leben nicht mehr genießen zu können / nie wieder glücklich zu sein / das Leben wäre dann nicht mehr lebenswert / Angst, nur noch zu leiden.------------------------------------------------------------------Folgeangst #3: Die Angst vor sozialer Ausgrenzung
Angst vor Ausgrenzung aus Gruppen oder Gemeinschaften / keiner will mehr etwas mit einem zu tun haben wollen / Vereinsamung.Du verbindest also deine Angst immer mit einer der 3 Folgeängste.
Um dir das Ganze noch nahbarer zu machen, hier die
Zusammenfügung der beiden Ängste:
| ANGST | FOLGEANGST |
|---|---|
| Angst, einen Autounfall zu haben | Angst zu sterben oder schwer verletzt zu werden ⇒ Folgeangst #1 oder #2 |
| Angst, depressiv zu werden | Angst, dadurch das Leben nie wieder genießen zu können ⇒ Folgeangst #2 |
| Angst vor einer bestimmten Krankheit | Angst, durch die Krankheit das Leben nicht mehr genießen zu können ⇒ Folgeangst #2 |
| Angst, betrogen zu werden | Angst, ohne den Partner allein zu sein ⇒ Folgeangst #2 oder #3 |
| Angst, beim Vortrag zu stottern | Angst, dadurch sozial ausgegrenzt zu werden ⇒ Folgeangst #3 |
| Angst, das Falsche in Gruppen zu sagen | Angst, dadurch aus der Gruppe ausgestoßen zu werden ⇒ Folgeangst #3 |
| Angst, die Prüfung zu vermasseln | Angst, die Klasse wiederholen zu müssen oder ausgelacht zu werden ⇒ Folgeangst #2 oder #3 |
Es ist also von großer Bedeutung, herauszufinden welche Folgeangst hinter deiner Angst liegt. Du verbindest deine Angst immer mit dem Eintreten einer der 3 Folgeängste.
Die Angst, mit der man am effektivsten arbeitet, ist die
Kombination aus deiner Angst und der Folgeangst. Ich nenne es das „Katastrophenszenario“Wie man die beiden Ängste zusammenfügt, zeigt das folgende Beispiel.
Beispiel:Angst„Ich habe Angst, die Ängste nie wieder loszuwerden.“Folgeangst„Ich würde es psychisch nicht mehr aushalten – mein Leben wäre vorbei!“Katastrophenszenario„Ich habe Angst, die Ängste nie wieder loszuwerden, denn das würde ich nicht aushalten und mein Leben wäre vorbei!“
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Jakob
*um den Ton hören zu können, einfach das "Vergrößerungszeichen" rechts unten im Video anklicken und dann die Lautstärke erhöhen.



Fortschritt nach 3 Monaten:
Einschränkung im Alltag: Von 4/10 auf 1/10
Angst vor Panik: Von 10/10 auf 3/10
Angst, dass Ängste nie wieder weg: Von 9/10 auf 1/10
Angst, durch Angst arbeitslos: 9/10 auf 1/10
Überwältigt von der Angst: Von 3/10 auf 0/10



Fortschritt nach 3 Monaten:
Einschränkung im Alltag: Von 8/10 auf 2/10
Angst vorm Umkippen: Von 9/10 auf 5/10
Angst vor Herzinfarkt: Von 7/10 auf 1/10
Angst vor sozialer Ausgrenzung: 8/10 auf 0/10
Überwältigt von der Angst: Von 9/10 auf 2,5/10


Fortschritt nach 3 Monaten:
Einschränkung im Alltag: Von 6,5/10 auf 2,5/10
Angst vor Ersticken: Von 8/10 auf 4/10
Angst vor dem Umkippen: Von 4/10 auf 2/10
Häufigkeit von Panikattacken: Von 4/10 auf 0/10
Überwältigt von der Angst: Von 7/10 auf 2/10


Fortschritt nach 3 Monaten:
Einschränkung im Alltag: Von 8/10 auf 4/10
Unsicherheit unter Leuten: Von 8/10 auf 1/10
Vermeidungsverhalten: Von 9/10 auf 1/10
Häufigkeit von Panikattacken: Von 4/10 auf 2/10




